
5.8.2024
U21-EM: Österreich feiert mit 3:1-Finalsieg die Titelverteidigung
Mit einer fulminanten Leistungssteigerung haben die österreichischen U21-Faustballer den Europameistertitel gewonnen. Nach einem dritten Platz in der Vorrundengruppe steigerte sich das Team in Jona (Schweiz) am Finaltag und feierte mit einem 3:1 (8:11, 11:5, 11:7, 11:6)-Erfolg gegen Deutschland die Titelverteidigung.
Gestartet war der Titelverteidiger in der Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen Deutschland mit einem Satzrückstand. Zu viele Eigenfehler ließen das Team, das mit Philipp Einsiedler, Benjamin Voit (Angriff), Michael Hölzl (Zuspiel), Marcel Wiesinger und Daniel Bodingbaur (Abwehr) nur schwer in die Begegnung finden. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Österreicher aber immer mehr Zugriff auf das Spiel, übernahmen das Kommando – und glichen aus.
Dieser Satzgewinn gab dem Spiel zusätzliche Sicherheit. Mit Markus Huber, der für Bodingbauer auf der linken Defensivseite übernommen hatte, ging Österreich in Führung. Mit einem langen Service nutzte Angreifer Benjamin Voit dabei den zweiten Satzball zum 2:1 des Titelverteidigers.
Die Entscheidung fiel in Durchgang vier. Dabei war Team Austria mit einem 1:4-Rückstand gestartet, kämpften sich aber eindrucksvoll zurück. Die Defensive stand sicher, Deutschland fand kaum eine Lücke mehr. Acht Punkte in Folge sorgten für die 9:4-Führung. Zwei Punkte verkürzte Deutschland noch, ehe Philipp Einsiedler einen langen Ball in Richtung Grundlinie verwertete.
3:1-Sieg im Halbfinale gegen die Schweiz
Im Halbfinale hatte sich die österreichische Mannschaft zuvor mit 3:1 (11:13, 11:6, 11:7, 11:5) gegen Gastgeber Schweiz durchgesetzt. Dabei war Team Austria mit einem Satzrückstand in die Begegnung gestartet, danach aber präsentierte sich das Team von Wolfgang Wildmann und Lukas Diermair, die Ende des ersten Satzes den am Vortag noch krankheitsbedingt ausgefallenen Philipp Einsiedler einwechselten, immer stärker. Nach dem 1:1-Satzausgleich führten die Eidgenossen dann noch einmal mit 7:5 – doch sechs österreichische Punkte in Folge brachten den Titelverteidiger auf die Siegerstraße, der das Spiel nicht mehr aus der Hand gab. Damit revanchierte man sich für die 2:3-Niederlage aus der Vorrunde.
Wolfgang Wildmann (Cheftrainer): „Wir sind heute reingestartet mit dem Wissen, dass wir trotz der beiden Niederlagen in der Vorrunde jedes Team schlagen können und über eine großartige Qualität verfügen. Wir haben nie das Gefühl gehabt, dass wir das Spiel verlieren könnten. Wir haben eine Taktik gehabt, die ganz gut funktioniert hat. Am Anfang haben wir da ein wenig gebraucht, haben es uns er selbst schwer gemacht. Aber mit mehr Spieldauer haben wir es geschafft, unsere Angreifer besser in Szene zu setzen. Letztendlich ist es von Satz zu Satz besser geworden. Vielen Dank an die vielen Fans, die uns super unterstützt haben. Der Titelgewinn ist großartig!

Ergebnisse
Vorrunde
Österreich - Deutschland 1:3 (9:11, 11:7, 10:12, 7:11)
Österreich - Schweiz 2:3 (9:11, 9:11, 11:5, 11:5, 12:14)
Österreich - Italien 3:0 (11:8, 11:5, 11:7)
Endstand
Deutschland (6:0 Punkte)
Schweiz (4:2)
Österreich (2:4)
Italien (0:6)
Halbfinale
Schweiz - Österreich 1:3 (13:11, 6:11, 7:11, 5:11)
Finale
Deutschland - Österreich 1:3 (11:7, 5:11, 7:11, 6:11)
Endstand
Österreich
Deutschland
Schweiz
Italien
Team Österreich
Angriff
Michael Klaffenböck (AWN TV Enns)
Benjamin Voit (Union Compact Freistadt)
Manuel Beck (SC Laa/Thaya)
Zuspiel
Michael Hölzl (AWN TV Enns)
Daniel Bodingbauer (AWN TV Enns)
Abwehr
Konstantin Stohl (ÖTB Drösing)
Elias Eckerstorfer (DSG UKJ Froschberg)
Marcel Wiesinger (Union Compact Freistadt)
Markus Huber (Union Tigers Vöcklabruck)
Allround
Philipp Einsiedler (UFG Grieskirchen/Pötting)
Trainerstab
Wolfgang Wildmann (Cheftrainer)
Lukas Diermair (Co-Trainer)
Magdalena Spicker (Physiotherapeutin)
Frank Seewald (Delegationsleiter)
