
2.4.2026
Österreichs Faustball-Zukunft sammelt wertvolle Erfahrung in Brasilien
Mit einer intensiven Trainingsreise nach Brasilien hat das österreichische U25-Männer-Nationalteam im Faustball ein starkes Ausrufezeichen für die Zukunft gesetzt. Zwischen hochkarätigen Turnieren, intensiven Trainingseinheiten und einem emotionalen Länderspiel gegen Gastgeber Brasilien sammelte der junge Kader wertvolle internationale Erfahrung – sportlich wie menschlich.
Vom 19. März bis 1. April absolvierte ein 16-köpfiges, verjüngtes Aufgebot von Faustball Austria ein umfangreiches Trainingslager in Novo Hamburgo und Porto Alegre. Ziel war es, vor allem dem Nachwuchs internationale Spielpraxis zu ermöglichen und gleichzeitig den Grundstein für kommende Großereignisse zu legen.
Turnier in Novo Hamburgo

„Alle Mannschaften und Spieler haben sehr gut performt. Trotz des schnellen Wechsels von der Halle auf das Feld und der langen Anreise war die Spielfreude bei allen deutlich zu sehen“, zeigte sich Co-Trainer Dietmar Weiß zufrieden. Besonders das erste Turnier in Novo Hamburgo verlief vielversprechend: Grieskirchen erreichte Platz zwei, Enns wurde Dritter, Freistadt belegte Rang sechs.
Neben den sportlichen Erfolgen stand auch die Entwicklung der jungen Spieler im Fokus. „Die Reise bietet einen enormen Mehrwert. Man kann hier früher auf dem Feld trainieren, das brasilianische Flair aufnehmen und wichtige Erfahrungen sammeln“, betonte Weiß, der die Maßnahme gemeinsam mit dem Trainerteam um Cheftrainer Siegfried Simon und Co-Trainer Roland Helmberger in der österreichischen Heimat abgestimmt hatte.
Länderspiel gegen Brasilien

Ein besonderes Highlight folgte in Porto Alegre: das Länderspiel gegen Brasilien, den amtierenden World-Games-Sieger. Österreich trat gegen den amtierenden World Games-Sieger mit einer jungen Mannschaft an und musste dabei kurzfristig auf Angreifer Jonas Lugerbauer verzichten. Für ihn rückte Markus Huber in die Defensive nach. „Unsere Angreifer sind noch unerfahren, deshalb wollten wir mehr Stabilität in der Abwehr“, erklärte Weiß. Insgesamt setzte Österreich auf drei Angreifer und sieben Defensivspieler – eine bewusste taktische Entscheidung. In der Defensive sah sich das Team „auf Augenhöhe“ mit den Brasilianern.
Nach einem schwierigen Start samt 0:2-Rückstand kämpfte sich Österreich eindrucksvoll zurück ins Spiel. Vor allem starke Services von Yannick Höß brachten die Wende. Österreich glich zum 2:2 aus, musste sich aber im Entscheidungssatz knapp mit 8:11 geschlagen geben. Endstand: 2:3 (3:11, 7:11, 11:6, 12:10, 8:11). Für mehrere Spieler war es ein ganz besonderer Moment: Bastian Hackl, Yannick Höß, Fabian Stohl und Markus Huber feierten in Porto Alegre ihr A-Länderspieldebüt. „Das erste Länderspiel im Männer-Team ist immer etwas Besonderes. Wir wollten das Spiel so lange wie möglich offen halten – und das ist uns gelungen“, so Weiß. Neben den vier Debütanten gehörten auch Kapitän Philipp Einsiedler, Daniel Kraus, Michael Hölzl, Marcel Wiesinger, Fabian Hofstadler und Paul Part zum österreichischen Aufgebot.
Turnier in Porto Alegre

Auch bei den anschließenden Turnieren in Porto Alegre zeigte das Team solide Leistungen. Freistadt erreichte als bestes österreichisches Team Rang drei. Neben dem Sport hinterließ die Reise auch abseits des Feldes bleibende Eindrücke. Der Austausch mit brasilianischen Vereinen, die große Gastfreundschaft und gemeinsame Aktivitäten stärkten den Teamgeist nachhaltig. Zudem konnten die Spieler in Novo Hamburgo bereits den WM-Standort 2027 kennenlernen.
Der Fokus auf die U25 hatte dabei auch strategische Gründe: „Eine Reise mit dem gesamten Kader ist finanziell nicht machbar. Gleichzeitig wollen wir uns langfristig Richtung Weltmeisterschaft 2031 entwickeln und jungen Spielern die Chance geben, sich zu präsentieren“, erklärte Weiß. Das Fazit fällt durchwegs positiv aus: Die Kombination aus intensiven Trainingseinheiten, hochklassigen Spielen und internationalen Erfahrungen machte die Brasilien-Reise zu einem wichtigen Baustein für die Zukunft des österreichischen Faustballs.
Länderspiel ab 04:55:00
