
22.2.2026
Final3 der Männer: Enns überrollt Urfahr und schreibt Vereinsgeschichte
Mit einer furiosen Leistung hat der TV Wohnplan Enns im Semifinale der Männer den amtierenden Feld-Champion FBC LINZ AG Urfahr in die Knie gezwungen. Während den Linzern über die gesamte Partie die nötige Durchschlagskraft fehlte, spielte der Grunddurchgangsdritte aus Enns groß auf – und kämpfte sich im Schnelldurchlauf in vier Sätzen ins Endspiel. Dort wartet am Sonntag (13 Uhr) Titelverteidiger Union Tigers Vöcklabruck.
Mit erwartbarem Personal starteten die beiden Männer-Semifinalisten in die Neuauflage des Halbfinals der vergangenen Spielzeit. Bei Urfahr begannen Gernot Teufer, Bruno Arnold (Angriff), Stefan Wohlfahrt (Zuspiel), Fabio Lauck und Tobias Litzlbauer (Abwehr). Bei Enns gehörten zur Startformation Gustav Gürtler, Jan Holzweber (Angriff), Michael Hölzl (Zuspiel), Christoph Iro und Daniel Bodingbauer (Abwehr).
Der Grunddurchgangsdritte erwischte dabei den besseren Start und erarbeitete sich schnell einen Vorsprung (8:4). Dieser war beim 9:9 jedoch aufgebraucht. Enns nahm eine Auszeit, bei Urfahr kam mit Benjamin Voit bereits der zweite neue Spieler (nach Jan Huthmann für Litzlbauer). Während Huthmann auf dem Feld blieb, war der Einsatz von Voit nur von kurzer Dauer. Nach einem Ballwechsel (9:10) betrat Arnold wieder das Spielfeld. Enns zeigte sich davon unbeeindruckt: Gürtler behielt im Blockduell die Übersicht und sorgte so für die Satzführung.
Die beiden Ligaspiele hatte noch Urfahr gewonnen, darunter auch die Generalprobe in der letzten Spielrunde. Nun befand sich der FBC jedoch im Hintertreffen. Und auch im zweiten Durchgang lief das Team einem Rückstand hinterher (5:7). Enns agierte defensiv stark, dazu punktete Kapitän Gürtler aus nahezu allen Lagen (10:6). Einen Satzball wehrte Bruno Arnold – der aus dem Service kaum durchkam – aus dem Rückschlag ab, dann aber war es erneut Gürtler, der vollendete.
Der Druck auf Urfahr wurde größer – zumal Enns wie entfesselt aufspielte. Während Urfahr weiterhin nicht in Fahrt kam, griff beim Grunddurchgangsdritten ein Rad ins andere. Innerhalb kürzester Zeit zog Enns wieder davon und hatte beim Stand von 10:4 gleich sechs Satzbälle. Nach einem langen Ballwechsel setzte sich Gustav Gürtler im Blockduell durch, sein Ball landete unerreichbar im Feld von Urfahr. Enns stand mit einem Bein im Finale.
Urfahr stand mit dem Rücken zur Wand – und Enns war dem Endspiel ganz nah. Zumal der TV erneut den besseren Start in den Satz fand und schnell mit 5:1 führte. FBC-Coach Romeo Dominioni griff zum letzten Mittel und nahm nochmals eine Auszeit. Doch das nachfolgende Service landete neben dem Feld. Zudem schien es, als wäre Enns an diesem Tag kaum zu bezwingen. Nach drei FBC-Punkten wehrte Gürtler spektakulär ab, Huthmann punktete zum 8:4. Doch Urfahr stemmte sich noch einmal gegen die Niederlage. Nach einem Leinenservice von Gürtler nahm Enns-Coach Kurt Gürtler das Timeout (8:6). Zunächst wuchs die Führung nach einem Arnold-Ausball (9:6), dann aber rückte der FBC nochmals heran (9:8). Nach einem Ass von Gürtler gab es zwei Matchbälle. Den ersten verwandelte Gürtler spektakulär – und ließ Enns über den ersten Finaleinzug der Vereinsgeschichte jubeln.
FBC LINZ AG Urfahr – TV Wohnplan Enns 0:4 (9:11, 7:11, 4:11, 8:11)
Urfahr: Gernot Teufer, Bruno Arnold, Stefan Wohlfahrt, Fabio Lauck, Tobias Litzlbauer, Jan Huthmann, Benjamin Voit
Enns: Gustav Gürtler, Jan Holzweber, Michael Hölzl, Christoph Iro, Daniel Bodingbauer
