Österreichischer Faustballbund - ÖFBB

24.2.2026

Titel, Tränen und Triumph: Nussbach und Vöcklabruck krönen sich bei Final3 in Rohrbach

Zwei Tage Spitzenfaustball, volle Tribünen und große Emotionen: Beim Final3 der Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Bezirkssporthalle Rohrbach-Berg wurden die Hallen-Titel 2024 vergeben. Rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten an beiden Spieltagen für eine stimmungsvolle Kulisse – insgesamt erlebten damit etwa 1.000 Fans die Entscheidungen live in der Halle. Tausende weitere verfolgten die Spiele via Livestream sowie bei der TV-Übertragung auf ORF Sport+.

Am Ende durften sich bei den Frauen die Union Haidlmair Schwingenschuh Nussbach und bei den Männern die Union Tigers Vöcklabruck über Gold freuen. Für Nussbach war es der sechste Hallentitel der Vereinsgeschichte, für Vöcklabruck bereits der dritte in Folge.

Männer: Tigers machen Titel-Hattrick perfekt

Im Männerfinale ließ Titelverteidiger Vöcklabruck dem Überraschungsfinalisten TV Wohnplan Enns keine Chance und gewann klar mit 4:0 (11:3, 13:11, 11:4, 11:5). Vor allem Karl Müllehner drückte der Partie mit wuchtigen Services und variablen Angriffen seinen Stempel auf.

Dabei hatte Enns am Samstag noch mit einem eindrucksvollen 4:0-Sieg gegen den amtierenden Feldmeister FBC LINZ AG Urfahr für Aufsehen gesorgt. „Der Fokus war darauf, besser zu spielen als bei den Niederlagen in der Liga. Wir haben es mannschaftlich heute unglaublich gut durchgezogen“, hatte Enns-Angreifer Gustav Gürtler nach dem Halbfinale betont. Urfahr-Kapitän Stefan Wohlfahrt musste anerkennen: „Wir sind überhaupt nicht in unseren ruhigen Spielaufbau gekommen, mit dem wir das Spiel diktieren.“

Im Finale aber zeigte Vöcklabruck seine ganze Routine. Besonders im zweiten Satz bewiesen die Tigers Nervenstärke, als sie einen 7:10-Rückstand noch drehten. „Eine unserer Stärken ist es, auch wenn wir zurückliegen, zu wissen, was unsere Qualitäten sind und einen Satz noch einmal umdrehen zu können“, erklärte Abwehrspieler Paul Part. „Wir haben gewusst, dass wir schwer zu schlagen sind, wenn wir unsere Leistung bringen.“

Enns konnte nur phasenweise mithalten. „Wir sind nicht richtig ins Spiel gefunden und konnten eigentlich nur in einem Satz mithalten“, resümierte Gürtler nach dem Finale. „Trotzdem werden wir mit etwas Abstand sehr stolz auf dieses Wochenende und unsere erste Finalteilnahme zurückblicken.“ Für die Tigers geht der Blick bereits nach vorne: „Das nächste Ziel ist der Champions Cup-Titel in Grieskirchen“, kündigte Part an.

Frauen: Nussbach dreht auf und holt Gold

Bei den Frauen bewies die Union Haidlmair Schwingenschuh Nussbach einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten. Nach einem 0:2-Rückstand im Halbfinale gegen Final3-Debütant FBV Grieskirchen drehte der Feldmeister die Partie noch zum 4:2-Erfolg. „Wir sind erstaunlich ruhig gestartet und haben unser Spiel machen können“, sagte Grieskirchens Kapitänin Eva Holzinger. „Ab dem dritten Satz sind wir leider etwas unruhiger und nervöser gewesen. Wir sind aber wirklich stolz, dass wir uns für das Final3 qualifiziert haben.“

Im Finale gegen die SPG Wolkersdorf/Neusiedl setzte sich Nussbach erneut mit 4:2 durch. Trainer Marco Salzberger sprach von einer taktisch starken Vorstellung: „Es war ein unglaubliches Spiel. Vielleicht waren wir am Ende um den einen oder anderen Ball abgeklärter. Wir haben versucht, das Spiel auch taktisch gut zu spielen – und das ist uns auf allen Positionen sehr gut gelungen.“

Kapitänin Katharina Lackinger hob vor allem den Teamgeist hervor: „Es war eine schwierige Saison für uns. Dass wir das hier so abrufen konnten, freut uns riesig. Wir haben ein wahnsinnig gutes Mannschaftsgefüge. Wenn wir unsere Qualität aufs Spielfeld bringen, können wir richtig guten Faustball spielen.“

Wolkersdorf zeigte sich trotz der Niederlage stolz. „Im ersten Moment haben wir Gold verloren. Die Chancen waren da“, sagte Angreiferin Marie Scharinger. „Aber unser Ziel war vor der Saison der Klassenerhalt. Dass wir es direkt ins Finale schaffen, hätten wir nicht erwartet. Am Ende ist es ein gewonnenes Silber.“

Gelungenes Finalwochenende in Rohrbach

Auch organisatorisch zog man eine positive Bilanz. Norbert Gahleitner, OK-Chef der Union Raiffeisen dialog Telekom Arnreit, zeigte sich zufrieden: „Als Organisator freut es mich, dass wir die Vorbereitungen mit so vielen Händen abschließen konnten und wir im Verein gemeinsam mit vielen Helfern alles reibungslos veranstalten konnten. Die Zuschauerzahl war den Erwartungen gerecht und wir konnten tollen Faustballsport mit spannenden Finalspielen genießen. Wir hatten über das ganze Wochenende Top-Stimmung von der Tribüne. Ein Highlight war auf jeden Fall das verschobene Spielfeld und die schwierigeren Bedingungen für die Spielerinnen und Spieler.“

So bleibt ein Final3-Wochenende in Erinnerung, das nicht nur sportlich hochklassig war, sondern auch zeigte, welchen Stellenwert der Hallenfaustball in Oberösterreich genießt – mit packenden Spielen, emotionalen Stimmen und zwei würdigen Staatsmeistern.

Final 3 Frauen & Männer - Ergebnisse


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